Vereinbarkeit von Beruf und Pflege wird Thema für Betriebe

von Pia Windhövel

Immer mehr Beschäftigte müssen ihren Job und die Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen unter einen Hut bringen. Auch Unternehmen mit einer eher jungen Belegschaft sollten jetzt reagieren. 

„Wir waren überrascht von der Vielzahl der Beschäftigten, die ein Problem mit der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege hatten“, sagt Stefan Steinsiepen. Der Personalreferent der Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert (HRV) hatte eine Umfrage unter der Belegschaft im Alter 45+ durchgeführt, die erstaunliches zu Tage brachte.

Eine große Zahl der Sparkassen-Mitarbeitenden – die meisten Frauen – fürchteten, in einer Art Sandwich-Position zu verharren. „Die Kinder sind aus dem gröbsten raus, aber nun werden die Eltern oder Schwiegereltern pflegebedürftig“, erklärt Stefanie Kühn, stellvertretende Leiterin im Kompetenzzentrum Frau und Beruf.

Aktuell sehr nachgefragt sind Maßnahmen zu lebensphasenorientierter Personalpolitik. Denn die werde immer wichtiger, um geeignete Fachkräfte zu finden und diese dann auch zu halten, so Kühn, vor allem bei kleinen Betrieben mit hohem Fachkräftebedarf. Der demografische Wandel macht auch dort nicht halt.

„Es sind heute schon mehr Menschen pflegebedürftig, als es Kinder unter drei Jahren gibt. Das zeigen Statistiken“, sagt Kühn. Das Problem beim Thema Pflege: „Chef oder Chefin wissen häufig gar nicht, dass es da eine Doppelbelastung gibt. Das Thema ist in vielen Unternehmen noch ein Tabu.“

Hier geht es zu unserem Leitfaden Pflege. 

Doch es gibt immer mehr kleine und mittlere Betriebe, die erkannt haben, dass es sich lohnt früh zu handeln und die Beschäftigten zu unterstützen.

In unserer Online-Serie Competentia.tv zeigen wir drei Beispiele. Viel Spaß beim Reinschauen:

Competentia.tv

 

 

 

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