6 Tipps: So klappt Recruiting über Social Media

von Pia Windhövel

Facebook-Seite auf Laptop und Handy

Mit Active Sourcing und Employer Branding die Fachkräfte von morgen finden. Das ist der Ansatz von Michelle Kaplan bei HELBAKO GmbH aus Heiligenhaus. Der Autozulieferer mit rund 240 Mitarbeitenden war kürzlich Gastgeber des Austauschtreffens zum Thema „Talent Fishing: So angeln wir uns weibliche Fachkräfte“.

Ihr Fazit fasst sie uns hier kurz zusammen.

6 Tipps für erfolgreiches Recruiting über Social Media

 

  1. Die Mischung macht’s

Active Sourcing ist die direkte Ansprache von möglicherweise passenden Kandidatinnen oder Kandidaten für eine Stelle. Das kann zum Beispiel gut über die Businessplattformen Xing oder LinkedIn funktionieren. Employer Branding ist aber ebenso wichtig, denn die Arbeitnehmenden suchen sich heute sehr genau aus, wo sie arbeiten möchten. Daher ist es nötig, das eigene Unternehmen und die Unternehmenskultur transparent nach außen darzustellen.

  1. Die Frage nach der Zielgruppe beantwortet die Auswahl der Kanäle

Wen wollen wir überhaupt erreichen? Bei Helbako suchen wir unter anderem Softwareentwickler und Ingenieure aus dem deutschsprachigen Raum. Dafür ist Xing die geeignete Plattform. Wenn man eher global unterwegs ist, eignet sich LinkedIn. Bei Facebook erreicht man ein eher älteres Publikum, bei Instagram Menschen (vor allem Frauen) bis 35 Jahren.

  1. Wer kann die Kanäle betreuen?

Social Media ist Teamarbeit. Wir haben ein Redaktionsteam aufgebaut, die Inhalte kommen also direkt aus den Bereichen und ich verpacke sie dann in Posts und Nachrichten. Das ist wichtig, weil ich ja gar nicht so tief in der Entwicklung drin bin, wie ein Ingenieur zum Beispiel. Es braucht aber natürlich mindestens eine Person im Unternehmen, die sich mit der Technik von Social Media auskennt, die Kanäle verwalten kann und einen Überblick über den Redaktionsplan behält.

  1. Welche Inhalte wollen wir teilen?

Das hängt davon ab, wie die Unternehmensmarke positioniert werden soll. Wir posten nicht nur Hochglanzbilder, sondern auch mal den nicht perfekten Schnappschuss vom Geburtstagskuchen. Denn wir wollen zeigen: So sind wir eben. Sympathisch, menschlich, bodenständig. Seriöser geht es auf Xing und LinkedIn zu, denn dort geht es vor allem ums Business.

  1. Prüfen, was erfolgreich ist.

Regelmäßig muss man prüfen, welche Inhalte erfolgreich waren – also viele Likes oder Interaktionen erzeugt haben. Nur so kann man ja herausfinden, wo auch in Zukunft Geld und Zeitinvestiert werden soll.

  1. Kosten überschauen können.

Man kann sehr viel Geld bei Facebook & Co. ausgeben, muss man aber nicht. Wir nutzen zum Active Sourcing unter anderem den Xing Talent Manager und haben in ein Tool investiert, was es mir ermöglicht, alle Social Media Beiträge für unterschiedliche Kanäle vorzuplanen. So kann auch in meinem Urlaub oder am Wochenende etwas gepostet werden. Ansonsten sind unsere Kanäle alle organisch gewachsen, das heißt ohne Anzeigen-Budget. Wenn man sich unsicher ist, können Agenturen hilfreich sein. Uns hat eine Agentur durch Inhouse-Seminare geholfen, die Social-Media-Arbeit an den Start zu bringen. Auch das war weitaus kostengünstiger als Berater und Headhunter, die in unserem Fall zudem weniger Erfolg gebracht haben.

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