MECU GmbH & Co. KG: „Es soll Spaß machen, bei MECU zu arbeiten“

von Andrea Lützenkirchen

Mecu Best Practice, Sabine Lindner-Möller

Ob Kunstschmied oder Konzern, wer ein Halbzeug aus NE-Metall benötigt, ist bei der MECU Metallhalbzeug GmbH & Co KG in Velbert richtig. Bis unter die Decke lagern hier Bleche, Bänder, Röhren aus Aluminium, Messing, Kupfer, Bronze und Neusilber. Insgesamt 92 Beschäftigte arbeiten in der Velberter Zentrale sowie an drei weiteren Standorten in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen.

Inklusive der Chefin des seit fast 35 Jahren bestehenden Familienunternehmens, Sabine Lindner-Möller (Foto oben), sind zwanzig Frauen bei MECU tätig – allesamt in der Verwaltung. „Die Arbeit im Lager ist körperlich schwer, so dass sich Frauen eher nicht als Fachkraft für Logistik bewerben“, sagt Personalleiter Matthias Müller bedauernd.

Es soll Spaß machen, bei der Mecu zu arbeiten
Flurtalk: Die Auszubildenden Sebastian Schenk und Vivienne Siewert arbeiten gemeinsam an einem Projekt

Flexibel und individuell Lösungen finden

„Es soll Spaß machen, bei MECU zu arbeiten“ steht auf der Webseite der Firma. Ist das denn so? „Wir versuchen, es unseren Leuten schön zu machen und auf ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen, um unsere Fachkräfte zu halten.“ Solche Momente gäbe es immer mehr, dass Mitarbeitende mit einem Problem kämen und sie gemeinsam eine Lösung suchen würden. Wie die Kollegin, die eine Weile flexiblere Arbeitszeiten brauchte, um ihr Kind in der Kita einzugewöhnen. Oder die Mitarbeiterin aus der Buchhaltung, deren Partner einen Schlaganfall erlitten hatte. Sie arbeitet auch nach der Coronakrise weiter im Homeoffice und muss ihren Lebensgefährten so nicht allein lassen. „Da hat die Pandemie viel verändert“, sagt Müller. „Früher hatte die Buchhaltung selbst gesagt, bei uns funktioniert Homeoffice nicht: zu viele Ordner, zu viel Ablage. Und dann der Datenschutz.“ In der Pandemie habe sich gezeigt, dass es problemlos möglich sei, auch diese Arbeit aus dem Homeoffice zu erledigen.

Alles mit Maß bei Dimitrios Charpadis

Pflege-Coach und psychologische Beratung

Matthias Müller ist als eigens fortgebildeter „betrieblicher Pflege-Coach“ Ansprechperson für alle Beschäftigten, die kranke Angehörige pflegen. (Lesen Sie dazu ein Interview mit Sabine Lindner-Möller.) Alle Mitarbeitenden können auch die kurzfristige Beratung einer externen Psychologin in Anspruch nehmen – und dies nicht nur bei beruflichen, sondern auch bei privaten Schwierigkeiten und Nöten. Ein Angebot, das gerade in der Pandemie viel Zuspruch erfahren habe.

Entspannungskurse in der Arbeitszeit

Der gemütliche Entspannungsraum des Unternehmens wird für Powernaps genutzt. Doch bald sollen hier auch wieder Kurse für autogenes Training und Fantasiereisen stattfinden, die innerhalb der Arbeitszeit wahrgenommen werden können.

MECU Metallhalbzeug GmbH & Co KG: 92 Beschäftigte, davon 20 Frauen

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