Steht pflegenden Beschäftigten aktiv zur Seite – MECU in Velbert

von Andrea Lützenkirchen

Pflege

Im Interview: Sabine Lindner-Möller, Geschäftsführerin der MECU Metallhalbzeug GmbH & Co. KG
Das Familienunternehmen in Velbert vertreibt Metall-Halbzeug für Industrie und Handwerk und beschäftigt rund 100 Mitarbeitende. Schon seit Jahren engagiert sich Geschäftsführerin Sabine Lindner-Möller für eine personalorientierte und pflegesensible Unternehmenskultur. Der Personalchef des Unternehmens hat sich zum betrieblichen Pflege-Coach fortbilden lassen.

Frage: „Frau Lindner-Möller, warum ist es für MECU ein wichtiges Anliegen, pflegende Beschäftigte zu unterstützen?“

Lindner-Möller: „Durch die weiterhin steigende Anzahl an pflegebedürftigen Menschen in Deutschland ist es für uns immens wichtig, betroffene Mitarbeitende stark zu entlasten. Das ist schließlich auch für beide Seiten ein wichtiger Mehrwert, da familiärer Stress natürlich auch die Arbeitsleistung mindert. Mit dem Gemeinschaftsprojekt „Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“ schaffen wir die betrieblichen Rahmenbedingungen für unsere Mitarbeitenden, um ihnen in dieser schwierigen Lebenssituation aktiv zur Seite stehen zu können.“

Frage: „Angenommen, die Mutter eines Mitarbeiters erleidet einen Oberschenkelhalsbruch und kann sich für längere Zeit nicht mehr selbst versorgen. Welche Hilfen können Sie dem Kollegen anbieten?“

Lindner-Möller: „Erster Ansprechpartner im Betrieb ist unser Personalleiter und Pflege-Coach Matthias Müller. Zudem kann der Mitarbeiter telefonisch eine kostenlose professionelle Erstberatung bei der Diakonie wahrnehmen. Um die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu gewährleisten, bieten wir neben einer flexiblen Arbeitszeit mit entsprechendem Zeitkonto auch die Möglichkeit, zeitweise von zu Hause aus zu arbeiten.“

Vertrauter Kollege als Ansprechpartner

Frage: „Welche Unterstützung bieten Sie pflegenden (und nicht pflegenden) Beschäftigten außerdem an?“

Lindner-Möller: „Neben der qualifizierten Erstberatung gibt es regelmäßige Informationsveranstaltungen zu Themen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, die die Diakoniestation Niederberg, die Bergische Diakonie und die Stadt Velbert anbieten. Die Teilnahmegebühren übernimmt MECU in voller Höhe. Darüber hinaus kann bei Interesse auch ein Erfahrungsaustausch mit Mitarbeitenden anderer Unternehmen im Partner-Netzwerk stattfinden.“

Frage: „Warum ist ein betrieblicher Pflege-Coach sinnvoll?“

Lindner-Möller: „Durch einen eigenen Pflege-Coach, der als Vertrauensperson beratend unterstützt, können mögliche Hürden abgebaut werden. Die Mitarbeitenden werden durch die persönliche Ansprechperson viel besser abgeholt, da diese in den meisten Fällen eine bereits vertraute Arbeitskollegin oder Arbeitskollege ist.“

 

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